Magazin | MutMacher
Erhard Schulz (69)

Kleine Helfer für große Sicherheit

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In meinem neuen Zuhause geht es mir gut. Außer Gedächtnistraining, Singen, Gymnastik und kleinen Feiern gehört auch die Betreuung mit einem interessanten Notrufsystem über zwei Geräte dazu.

Schicksale haben zwei Seiten – Glück und Pech. Für Erhard Schulz stand ein folgenreicher Unfall am Beginn seines dennoch zufriedenen Lebensweges.

„Ich habe Maurer gelernt und Singen ist mein Hobby, für das ich früher auch zu ‚Govocal‘, einer Stuttgarter Schule für Popgesang, gegangen bin. Es lief gut, bis ein lebensgefährlicher Unfall alles veränderte. An den Hergang erinnere ich mich nicht. Die Folgen waren eine schwere Kopfverletzung mit Schädelbruch und Schaden am Stammhirn. Zum Glück hatte und habe ich heute noch verständnisvolle Begleiter, so dass ich gut damit umgehen kann. Den Anfang meines neuen Lebens machte eine Empfehlung der Schmieder-Klinik. Ich bekam Kontakt zum Sozialpsychiatrischen Dienst/Gemeindepsychiatrie in Schwenningen und habe seither einen verlässlichen Wegbegleiter an meiner Seite. Die Chemie zwischen uns stimmt. Zu jeder Zeit kann ich ihn um Hilfe bitten. Vor neun Jahren zog ich in ein Betreutes Wohnen. Aber irgendwie passte das dort für mich nicht mehr und ich wollte umziehen. Mein Begleiter fuhr mit mir von einem Wohnbereich zum anderen, bis wir gefunden hatten, was zu mir passt und mir gefällt. Seit August bin ich Königsfelder und wohne im ‚Haus Daheim‘. Von hier gibt es gute Busverbindung nach Villingen zur Brücke, einer Tagesstätte für psychisch belastete Menschen. Dort ist alles ungezwungen und man bekommt Hilfsangebote. Hier in meinem neuen Wohnhaus hat das DRK die Betreuung übernommen. Außer Gedächtnistraining, Singen, Gymnastik und kleinen Feiern gehört auch die Betreuung mit einem interessanten Notrufsystem über zwei Geräte dazu. Das eine mit dem Notruf kann ich mir um den Arm binden, und das andere ist stationär im Zimmer. An dem muss ich mich zweimal am Tag melden. Dafür gibt es eine gelbe Tagestaste, die bedeutet ‚Mir geht es gut‘. Bin ich mal länger als 24 Stunden weg, drücke ich die grüne Taste zum Abmelden. Am anderen Ende meldet sich die Leitstelle und spricht kurz mit mir. Wenn ich zurückkomme, drücke ich die grüne Taste und melde mich wieder an. Brauche ich dringende Hilfe, dann drücke ich den Notruf. Das gibt mir ein sicheres Gefühl.“

"Bei mir lief alles gut, bis ein lebensgefährlicher Unfall alles veränderte. An den Hergang erinnere ich mich nicht. Die Folgen waren sehr schwere Verletzungen."

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Der Notruf für dringende Hilfe gibt Erhard Schulz ein sicheres Gefühl.
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