Magazin | MutMacher
Margret Burchartz (84)

„Glück gibt es nur in einem selbst“

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„Ich finde es wichtig, Mut zu machen für Veränderungen im Alter. Mein Mann und ich hatten ein bewegtes und interessantes Leben, mit tollen Gesprächen und Begegnungen. Unser Glück war, immer aktiv zu sein. Auch in den fünfzehn Jahren, die ich ihn gepflegt habe, gab es eine tiefe geistige Verbundenheit. Er hatte eine juristische Ausbildung und wir hatten mit dem Testament auch eine Generalvollmacht festgelegt. Die habe ich gebraucht, um Entscheidungen für die Betreuung meines Mannes zu treffen. Als wir nicht mehr in unserem Haus bleiben konnten, fand ich schnell eine Wohnung mit Aufzug. Nach seinem Tod musste ich überlegen, wie ich weiterleben möchte. Eine ambulante Betreuung zu Hause war nichts für mich. Die Pflege meines Mannes kostete viel Kraft und ich bekam gesundheitliche Probleme, bin gestürzt und konnte nicht wieder aufstehen. Von da an war die Angst vor einem Sturz immer da. Natürlich hätte ich einen Notrufknopf organisieren können, aber ich suchte schnelle Hilfe im Haus. Deshalb bin ich im vorigen Jahr ins Kurstift umgezogen. Wir haben hier die Möglichkeit, ein begleitendes Gehen zu buchen. Mit einer netten Dame, die alles organisiert, habe ich besprochen, was für mich das Richtige wäre. Das war sehr gut und jetzt gehe ich regelmäßig eine Stunde mit Begleitung spazieren. Dafür muss man zahlen, aber das ist es mir wert. Der Bestatter meines Mannes gab mir damals den guten Rat, mich um meine Betreuung zu kümmern, und den Hinweis auf den Betreuungsverein. Das war der Anstoß. Ich hatte schon davon gehört und ein Gespräch geführt, aber noch nichts für mich beschlossen. Dann las ich in der Zeitung vom Sozialdienst Katholische Frauen in Villingen und vereinbarte telefonisch einen Termin. Ich wollte wissen, was für mich die beste Lösung wäre. Nach mehreren Gesprächen habe ich mich entschieden und mit Frau Borchert schriftlich meine Wünsche vereinbart. Ausschlaggebend war für mich, dass ein christlicher Verein und das Land Baden-Württemberg dahinterstehen. Ich habe Vertrauen, dass der Betreuungsverein in meinem Sinn meine Angelegenheiten regelt, wenn ich das nicht mehr kann. Für mich ist das beruhigend.“

"Der Bestatter meines Mannes gab mir damals den guten Rat, mich um meine Betreuung zu kümmern."

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